Außergewöhnlich –

Holz

Weltweit gefragt

DI Leopold Schnaubelt

Wir möchten diesmal einen Blick über die Grenzen machen – in die nähere Umgebung, aber auch in weite Ferne – und Außergewöhnliches aus Holz präsentieren. Das sind ­Einfamilienhäuser ebenso wie Hotelbauten, Messehallen oder Kirchen. Die Erfahrung und das Know-how unserer Unternehmen ist dabei weltweit gefragt.

Der Baustoff Holz hat seinen fixen Platz im Baugeschehen gefunden. Man assoziiert mit ihm solides, gesundes Wohnen, Nachhaltigkeit und gleicher­maßen Tradition wie Inno­- vation.

Die Holzforschung entdeckt immer neue Möglichkeiten und Eigenschaften dieses jahrtausendealten Baustoffs; Architekten, Planer und Holzbaufirmen nutzen sie.

Mutige Lösungen erzeugen außergewöhnliche Formen und die außerordentlichen bauphysikalischen Eigenschaften von Holz machen sie möglich. Denn Holz ist stabil und leicht zu bearbeiten.

So lassen sich außergewöhn­liche Träume mit solidem, verlässlichem Material auf den ­Boden bringen.


DI Leopold Schnaubelt, Obmann proHolz Kärnten

Inhaltsverzeichnis

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Charmant in jeder Form



Hoch hinaus als Neuinterpretation bäuerlicher Architektur, mit dem Rücken zur Straße oder die Landschaft einfangend. Holzbauten entwickeln Charme und höchste Funktionalität in jeder Form.







Leben am See



Wer am See wohnt, möchte ihn möglichst intensiv erleben. Und daher orientiert sich das ein- bis zweigeschoßige Hofhaus im nordwestlichen Burgenland völlig zum Ufer des Neufeldersees hin. Das Ensemble bildet durch seine Anordnung eine nach drei Seiten geschlossene Hofsituation und damit einen geschützten Innenraum. Nur zum Wasser mit eigenem Badesteg ist alles offen. Die vorgehängte und hinterlüftete Gebäudehülle besteht aus schwarzen Riemen, die mit auswechselbaren Fassadenplatten aus Okumé ausgefacht wurden und einen nahtlosen Übergang zwischen Innen- und Außenraum bilden. Decken und Treppenhaus wurden aus sichtbaren Brettsperrholz­elementen konstruiert. Das Gebäude wurde mit dem Holzbaupreis Burgenland 2016 in der Kategorie Ein- und Mehrfamilienhaus ausgezeichnet.

Foto: Maximilian Eisenköck/Holzbaupreis Burgenland 2016




Schlafen beim Gehöft


Ein altes Gehöft am Ende einer Schotterstraße wurde saniert und mit einem Holzbau erweitert, der mit Holz aus dem eigenen Wald vollständig eingemantelt wurde. Die Eichenfassade blieb unbehandelt und ist bereits gleichmäßig grau verwittert. So einheitlich wie nach außen zeigt sich der Bau auch im Inneren. Auf Wunsch des Bauherrn wurde die gesamte Inneneinrichtung mit unbehandelter Fichte in rustikalem Stil mit hohem Astanteil durchgezogen. Das Wandmaterial wurde auch für die Türen verwendet. Sie wurden aus Brettsperrholz gefräst und als ­„Tapetentüren“ eingebaut. Wenn sie geschlossen sind, sieht man nur den Knauf. Der Bau wurde mit dem Holzbau­preis Steiermark 2017 in der Kategorie Revitalisierung ausgezeichnet.

Fotos: HBP Stmk/G. Ott





Wohnen mit Atrium



Mit seinen Holzoberflächen aus unbehandelten heimischen Hölzern innen und außen – Fassade und Fenster sind aus Weißtanne – verströmt das Wohnhaus in Dornbirn eine warme Atmosphäre. Im nordwestlichen Teil des Hauses ist ein weiteres Geschoß mit einem Büro und einem Zugang zur Dach­terrasse aufgesetzt. Ein Atrium, zu dem sich der Wohnbau in erster Linie öffnet, beschert seinen Bewohnern viel ­Tageslicht, uneinsichtige Räume und einen geschützten Garten mit maximaler Privatsphäre. Ein großes Schiebetor lässt ihnen die Wahl zwischen völliger Abgeschlossenheit oder dem Ausblick in die Landschaft. Dieses Konzept reagiert auf die Lage des Grundstücks inmitten eines Wohngebiets mit unterschiedlichen Bauten. Das Gebäude wurde mit dem Holzbaupreis Vorarlberg 2017 in der Kategorie Ökologie ausgezeichnet.

Fotos: Vorarlberger Holzbaupreis 2017/Adolf Bereuter




Holz-Pavillon für die Patienten



Graz geht voran – und eröffnet erstmals in Österreich ein Krankenhausgebäude aus Holz. Bauherr ist die steiermärkische Krankenanstaltengesellschaft KAGes. Der Holz-­Pavillon steht auf dem Gelände des LKH Graz Süd-West.


Mit einem Krankenhausbau aus Holz wurden neue Wege beschritten Fotos: proHolz Steiermark




Leichtbau über dem Zentral-OP


Der Neubau der Neonatologie und Kinderintensivstation des LKH Villach wurde auf dem bestehenden Flachdach über dem Zentral-OP errichtet. Damit die Beeinträchtigung durch die Baumaßnahmen möglichst gering blieb, wurde die Leichtbauweise mit vorgefertigten Holz-Elementen gewählt. Der Bau, der im Frühjahr 2016 fertiggestellt wurde, bietet modernste Ausstattung und kindergerechte Betreuungsmöglichkeiten. Die Konstruktion setzt sich aus Decken und Fassade aus Kreuzlagenholzplatten auf Stahlstützen zusammen. Dabei wurden die Außenwände aus gekapselten massiven Kreuzlagenholzwänden mit einer hinterlüfteten Fassade, die sich dem Bestand anpasst, hergestellt. Der Bau wurde in enger Abstimmung mit dem Team des Zentral-OPs sowie dem Hygieneteam des LKH Villach geplant, auch um sicherzustellen, dass es im laufenden Betrieb zu keinen Einschränkungen kommt. Denn direkt unter dem Baufeld befanden sich äußerst sensible Bereiche, nämlich sechs Operationssäle im Vollbetrieb. Die Elementbauweise gewährleistete jedoch den reibungslosen Betrieb in allen umliegenden Bereichen.


Die Neonatologie und Kinderintensivstation wurde in Holzbauweise auf ein bestehendes Gebäude gesetzt und die Fassade dem Bestand angeglichen. Foto: KABEG/LKH Villach





Nutzbau in eleganter Ästhetik



Sehr häufig unattraktiv und banal präsentieren sich Messehallen landauf, landab. Nicht so die Messehalle Dornbirn, die mit Funktion und Ästhetik überzeugt.







Ein wohltemperierter Einkauf



Ein Großmarkt nicht nur zum Einkaufen, ­sondern auch zum Wohlfühlen – dafür sorgen bei diesem Null-Energie-Gebäude ein außer­gewöhnliches Konzept und viel Holz.


Unter ökologischen Gesichtspunkten und zum Wohlfühlen für Kunden und Mitarbeiter wurde der Einkaufsmarkt von POPPE*PREHAL ARCHITEKTEN geplant und umgesetzt und mit einem niederösterreichischen Holzbaupreis 2018 ausgezeichnet. Fotos: Walter Ebenhofer




Vorbilder und Leitprojekte



Holz ist hier nicht nur Baumaterial, sondern auch Gegenstand von Forschung oder Unterricht. Darüber hinaus überzeugen kurze Bauzeit, ausgezeichnetes Raumklima und ökologische Aspekte.


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Das Forschungsgebäude der Boku in Tulln ist ein Holzbau Fotos: Boku




Auf dem Berg und am Meer



Ob in den Tropen oder hoch in den Bergen – Holz macht stets eine gute Figur und bringt auch dank Kärntner Know-how seine Stärken zur Geltung.


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Gondelstation und Motorradmuseum auf 2000 Metern Seehöhe Fotos: Rubner Holzbau, Niederlassung Villach




Sakralbauten zeitgemäß interpretiert



Zeitgemäß und aus Holz – Kirchenbauten können innovativ und außergewöhnlich sein, ob in Städten, auf Bergkuppen oder als behutsame Renovierung jahrhundertealter Gemäuer.


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Kreativ arbeiten mit Holz



Kreativität und Liebe zum Holz möglichst früh zu wecken und das handwerkliche Geschick zu fördern ist das Ziel der „Kärntner Tischler-Trophy“, die heuer erstmals ausgeschrieben wird.

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Holzbau-Fachberatung - kostenlos und firmenneutral



proHolz Kärnten bietet allen am Holzbau Interessierten eine kostenlose und firmenneutrale Holzbau-Fachberatung. Termine beim Holzbau-Fachberater können individuell vereinbart werden. Richten Sie Anfragen per E-Mail an office@proholz-kaernten.at

Auf www.proholz-kaernten.at und holzbaupreis-kaernten.at finden Sie die schönsten Kärntner Bauten aus Holz.

Bei proHolz Kärnten können Sie kostenlose Broschüren zu den unterschiedlichen Bereichen des Holzbaus bestellen:

  • Holzbau in Kärnten III
  • Holzbaupreis Kärnten 2017
  • Holz und Klimaschutz
  • Häuser aus Holz
  • Fenster aus Holz
  • Fassaden aus Holz
  • Fußböden aus Holz
  • Holz spart Energie
  • Holz bildet weiter – Ausbildungsstätten aus Holz
  • Zeichen setzen – Gemeinden bauen mit Holz

Arbeitsgemeinschaft der Kärntner Forst- und Holzwirtschaft

A-9021 Klagenfurt, Europaplatz 1

Tel. +43 (0)5 90904-215

Fax: +43 (0)5 90904-204

E-Mail: office@proholz-kaernten.at

www.proholz-kaernten.at

pro holz






Altes Holz neu belebt



Gebrauchtholz mehrfach wiederzuverwerten ist das Ziel des EU-Forschungsprojekts CaReWood, kurz für Cascading Recovered Wood, bestehend aus 15 Projektpartnern aus fünf Ländern. Beim Gebäuderückbau fallen große Mengen Bauholz in hervorragender Qualität an, die sich prinzipiell recyceln lassen – dies trifft auch auf Althölzer zu, die oberflächlich mit Holzschutzmitteln behandelt wurden. Die Forscher haben herausgefunden, dass sich große Gebrauchtholzstücke ohne Qualitätsverlust recyceln lassen und damit für eine hochwertige Nutzung wie Haus- oder Möbelbau durchaus geeignet sind.

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Foto: Dieter Poschmann_pixelio.de

Dazu wurden im Projekt die nötigen Messtechniken zur Erkennung der Kontaminationen im Altholz und die Verfahren zur Oberflächenreinigung entwickelt. Das Ergebnis: Es reicht aus, die Deckschichten wenige Millimeter tief abzutrennen. Zum Reinigen der Oberflächen wendeten die Forscher unterschiedliche Verfahren an: Neben dem Abbürsten mit rotierenden Bürsten und dem Sandstrahlen mit diversen Strahlenmitteln wurde zudem Absägen und Abhobeln eingesetzt.







Holz schützt Stahl


Eine Masterarbeit am Institut für Stahlbau an der Leibniz Universität Hannover stellt eine Holzummantelung vor, die Stahlkonstruktionen im Brandfall schützt. Stefan Sandbrink zeigt in Zusammenarbeit mit der shl Ingenieure GmbH, dass Holz den Feuerwiderstand von Stahl im Brandfall erhöht, da sich Holz aufgrund seiner thermischen Eigenschaften (etwa durch eine isolierende Holzkohleschicht) deutlich langsamer als Stahl erwärmt. Daher würden sich Brandschutzbekleidungen aus Konstruktionsvollholz sehr gut eignen, um tragende Stahlbauteile im Brandfall zu schützen. Darüber hinaus hätten Brandschutzbekleidungen aus Holz eine ansprechende Ästhetik und trügen zur Nachhaltigkeit der Konstruktion bei. Mit seiner Masterarbeit belegte Sandbrink beim „Dietmar Hosser Preis zur Nachwuchsförderung im Brandschutzingenieurwesen für herausragende Abschlussarbeiten“, der im Rahmen der diesjährigen 31. Braunschweiger Brandschutztage ver­liehen wurde, den dritten Platz.

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Foto: shl Ingenieure





Parkhaus aus Holz - eine Weltpremiere.



Das weltweit erste Parkhaus in Holzbauweise wurde vor Kurzem in der Schweiz errichtet. Die Holzelemente dafür wurden in Österreich gefertigt.

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In der Schweiz wurde erstmals eine Holzkonstruktion für die Errichtung eines Parkhauses gewählt Foto: Zaugg AG
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